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[ Geschichte ]
Insel Rügen


Großsteingrab Großsteingräber belegen, dass Rügen schon vor mehr als 1000 Jahren besiedelt war und Handelsleute und Seefahrer anzog. Germanische und slawische Burgwälle künden von einer bewegten Geschichte, bis der dänische Bischof Absalon 1168 am Kap Arkona das heidnische Heiligtum der Ranen zerstörte und mit der Christianisierung Rügens begann.


Fürst Malte Statur Erst Anfang des 19. Jh. zog es Erholungssuchende nach Rügen. Fürst Malte von Putbus hat nach italienischen Vorbildern die Residenzstadt Putbus erbauen lassen, noch bevor die Badeorte Binz, Sellin, Baabe und Göhren ihren Ruf erlangten.

Für alle Urlauber, die sich für die Urgeschichte Rügens interessieren, sind die Hügelgräber von Silenz als imposante Zeugen der Zeit ein Muss. Ihre Entstehung wird auf eine
Zeitspanne von 1700 bis 1100 v. d. Z. datiert.
Die Menschen im Mittelalter glaubten, das nur Riesen (Hünen) solche Anlagen bauen konnten und gaben allen Megalith- und Hügelgräbern den Namen Hünengräber. Immerhin haben die Decksteine mancher Gräber ein Gewicht von 10 bis 30 Tonnen.

Der Anfang des Rügener Tourismus:
Vor rund 200 Jahren begann in einem kleinen Dorf namens Sagard der Badebetrieb auf der Insel Rügen. Verwunderlicher Weise liegt Sagard inmitten der Halbinsel Jasmund und nicht an der Ostseeküste, wie man vermuten könnte.

Kirche in Sagard

In den 1797 verfaßten Reisebriefen vom damaligem "Königlich-Preußischen Ober-Konsistorialrat" Johann Friedrich Zöllner heißt es: "Sagard ist wegen seines Gesundbrunnens bekannt". Die mineralische Beschaffenheit dieses Wassers sei schon lange von einzelnen Personen "zur Wiederherstellung der Gesundheit" genutzt worden.
Um das Jahr 1750 haben dann mehrere Familien angefangen, sich wegen des Gesundbrunnens einen Teil des Sommers in Sagard aufzuhalten, und es fanden sich bisweilen dreißig bis vierzig Personen zugleich ein.

Da aber weder für gehörige Badeanstalten noch für Bequemlichkeit des Aufenthaltes gesorgt war, verlor sich der Zufluß der Fremden allmählich wieder und hörte um 1765 fast ganz auf. Das änderte sich im Jahr 1794 durch mehrere Ärzte, sonderlich durch seinen Bruder, . "Damals", so Zöllner, "fasste" der Pastor Willich,den ersten Landphysikus im  Fürstentum Rügen, ermuntert, den Entschluß, dieses Geschenk der Natur für Einheimische und Fremde nutzbar zu machen".

Seebrücke SellinAufgrund dieser Ereignisse entstand im Örtchen Sagard die erste Badeanstalt auf Rügen. In einer zeitgenössischen Quelle wird sie wie folgt beschrieben:

"Auf einer quellreichen Stelle der Aue, die von einem kleinen Bache umflossen wird, ist ein Brunnen- und ein Badehaus erbaut worden. Der Haupteingang dieses Gebäudes führt in einen Saal, der zum Versammlungsorte der Badenden bestimmt ist, und nachmittags zugleich zur gemeinschaftlichen Belustigung der Brunnengäste dient. Im Hintergrund des Gebäudes ist ein Sturzbach, und zur Seite desselben ein Zimmer zu warmen Bädern eingerichtet. Die rechte Seite des Hauses enthält zwei voneinander abgesonderte steinerne Bäder, die mit den nötigen Bequemlichkeiten versehen sind, und nach Gefallen zu warmen oder kalten Bädern gebraucht werden können, auch zum Spritz-, Topf-, Knie- oder Fußbade angelegt sind."

Jedoch schon nach kurzer Zeit geriet das Bad Sagard ins Abseits. Der Fremdenverkehr verlagerte sich nach Putbus und an die auch heute noch bestehenden Ostseebäder.